Es war eine Premiere für den Verein Historische Landmaschinen Diedenbergen (HLD), als am vergangenen Montag die Hofheimer Ferienspiele zu Gast waren. Viele der Aktiven haben sich extra frei genommen, um diesen Erlebnistag für die Ferienspiele zu ermöglichen.
Vorweg, der 1. Vorsitzende Anno Respondeck hat ein tolles Team aufgestellt für die 4 einzelnen Stationen.
Nach der Begrüßung durch Herr Kühmichel wurde die 35-köpfige Kinderschar durch ziehen von Motivkarten in 4 Gruppen eingeteilt. Von Anfang an war die Spannung groß, wer wohl als erste Gruppe zum Traktorparcour durfte.
Die Bärengruppe ging als Erste an den Start. 3 Gartentraktoren standen bereit, um den begehrten Traktorführerschein zu erwerben. Um realistische Bedingungen zu erzeugen, konnte das Team der HLD auf die Verkehrszeichen der Hofheimer Verkehrswacht zurückgreifen. Zu allererst wurden die kleinen Fahranfänger mit den 14 PS starken Gefährten vertraut gemacht. Nach einer Einfahr-Runde ging es in den Parcour. Stoppschild, Vorfahrt achten und immer in der Spur halten. Selbst die Allerkleinsten überzeugten mit einer beachtlichen Leistung, trotz das eigentlich der Spaß im Vordergrund stand. Verkehrserziehung hier einmal ganz anders.
Derweil die 2. Gruppe am Schmiedefeuer geduldig Norbert Müller zuhörte. Die Esse wurde stärker befeuert und mit gehörigem Respekt näherten sich die ersten Mutigen mit dem kleinen Hammer dem glühenden Eisen. Haken und kleine Messerrohling entstanden unter fachmännischer und sicherer Anleitung.
Manfred Schneider braucht nicht viel um eine Gruppe Kinder zu begeistern. Schon seit Jahren bei den Ferienspielen in Flörsheim tätig ist es im ein leichtes, Kinder neugierig zu machen. Aus dem Faible für die Physik und ein erstaunliches Wissen um Motoren, hatte „Herr Schneider“ allerlei interessante Dinge vorbereitet… eine Kunststoff- Wasserflasche mit Druck etwa 20 Meter in die Luft zu schießen oder mit einer Heissluftkanone einen Korken mit lauten Knall vom Tisch abzufeuern brachte viele Kinder zum staunen. „ Nochmal..nochmal“ war dann auch immer wieder an seiner Station zu hören.
Doch auch die Landmaschinen kamen nicht zur kurz. Bewaffnet mit sanfter Druckluft vom Kompressor, Drahtbürsten und Fettpresse kamen ein Grasmäher von 1950 und ein Rechwender unter Kinderhände. Was? Wie? Warum? - diese Fragen beantwortete das Team Vater und Sohn Respondeck.
Am Mittagstisch gab es von Holger Müller bewährte Hamburger von der „Emma 2“, einem riesigen Grill in Anhängergröße.
Kurz vor 16 Uhr wurden bereitgestellte Traktoren mit Wagen erklommen, um noch eine schöne Ausfahrt durch die Felder oberhalb Diedenbergens zu genießen.
Ein rundum toller Tag nahm sein Ende mit dem austeilen der Traktorführerscheine.
Die vielen Abschiedsbekundungen der Kinder haben bestätigt: Premiere gelungen!
André Seuberth (se)
Der HLD beim Hessentag in Oberursel
Vor einiger Zeit hatte der Kerbeverein Mühlheim am Main bei uns angefragt ob wir eine Zugmaschine für einen Motivwagen stellen können. Wir hatten uns zunächst gewundert wieso ein Verein aus Mühlheim am Main, immerhin rund 40 km von Diedenbergen entfernt, bei uns anfragt. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass der Wagen durch die Stadt Mühlheim nach Kriftel gebracht wurde und dort bei einem Unternehmen im Gewerbegebiet steht. Es handelte sich um einen Motivwagen mit der historischen Bruckenmühle die ein Wahrzeichen der Stadt Mühlheim ist. Der Motivwagen wurde vom örtlichen Kerbeverein aufgebaut und ist auch schon bei anderen Brauchtumsumzügen mitgefahren. Nun sollte er auch beim Hessentagsfestzug am Sonntag den 19. Juni 2011 in Oberursel mitfahren. Aufgabe des HLD war es den Wagen von Kriftel abzuholen nach Oberursel zu bringen und imm Festzug mitzufahren. In den Reihen des HLD wurde zunächst diskutiert, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine derartige Aufgabe zu übernehmen. Der Vorsitzende hat aber dann zugesagt und so kam der HLD auch auf den Hessentag. Von der Hessentagsorganisation war vorgegeben, dass alle Wagen und Gruppen spätestens um 10.30 Uhr am Aufstellungsort in Oberursel anwesend sein müssen. Nachdem ermittelt wurde das die Fahrstrecke von Kriftel nach Oberursel etwa 24 km beträgt wurde vereinbart, dass der Wagen am Sonntag um 9:00 Uhr in Kriftel abgeholt wird. Freundlicherweise stellte Bernd Wagenführ seinen frisch restaurierten Porsche-Diesel-Super mit 38 PS zur Verfügung, so dass es mit dem ziehen des doch recht schweren Lkw-Anhängers keine Probleme gab. Da der Porsche ca. 30 km/h schnell war und auch die Steigungen problemlos bewältigte waren wir pünktlich am festgelegten Aufstellungsort. Dort wurden zuerst die Formalien erledigt und wir bekamen die Zugnummer 128 von insgesamt ca. 190. Danach musste der Wagen durch einen Messportal vom THW, aber auch Breite und Höhe stimmte. Wir fanden recht schnell unseren gekennzeichneten Aufstellungsplatz und dann begann das große Warten. Um 13.30 Uhr sollte der Zug starten aber bis wir uns in Bewegung setzten war es 15.05 Uhr; also fast 5 Stunden Wartezeit. Gott sei Dank spielte das Wetter mit und es trotz sollte nur einige Male. Vor uns war eine große Musikgruppe aus Rodgau die aus Langeweile schon mal fetzige Musik machte. Da auch noch eine Theatergruppe aus Offenbach vor uns war hatten wir eine tolle Stimmung an unserem Platz, was die Wartezeit ein wenig erträglich machte. Die Gruppe des Kerbevereins bestand aus ca. 15 Personen die als Müllerburschen angezogen waren. Ein Teil fuhr auf dem Wagen mit, der Rest war Fußgruppe. Die Leute hatten Erfahrungen mit Festzügen und so liefen immer einige Personen neben dem Wagen her und passten auf, dass keiner unter die Räder kam. Der Zug ging nur langsam voran und es kam immer wieder zu Stockungen die teilweise auch länger andauerten. Im Stadtbereich standen die Zuschauer auf beiden Seiten der Straße und wir wurden oft mit Beifall bedacht. Auch für Bernd´s frisch restaurierten Porsche gab es oft ein anerkennende Kopfnicken oder einen erhobenen Daumen. Im Innenstadtbereich wurde es dann sehr eng und die Zuschauer standen dicht gedrängt. Die Fahrstrecke war aber vorbildlich abgetrennt und über alle standen Ordnungskräfte und Polizeibeamte. Insgesamt war es eine fröhliche teilweise ausgelassene Stimmung und es machte Spaß die Strecke zu fahren. Höhepunkt war natürlich die Vorbeifahrt an unserem Ministerpräsidenten und Herr Volker Boufier hat uns anerkennend zugewinkt (hat er aber bei jedem gemacht). Da kam dann natürlich auch das hr-Fernsehen welches den Zug direkt übertragen hat. Wir wurden von vorne und der Seite ausgiebig gefilmt und einer Handkamera ist auch auf den Wagen gestiegen und hat sich kurz mit den Müllerburschen unterhalten. Die Fernsehbilder sollen sehr gelungen gewesen sein aber wir als Teilnehmer konnten sie ja nicht sehen. Der Festzug dauerte knapp 2 Stunden und schlängelte sich durch den Stadtbereich von Oberursel. Am Ende mussten alle Personen vom Wagen absteigen da eine oberirdische U-Bahnlinie überquert werden musste und hierbei Gefahr durch die Oberleitung bestand. Wir einigten uns in Kriftel wieder zu treffen und so ging es sofort auf die Rückfahrt die problemlos bis auf einen kurzen aber heftigen Regenschauer verlief. In Kriftel warteten schon die Müllerburschen und halfen beim Abhängen. Alle Beteiligten haben sich sehr herzlich für die gute und unkomplizierte Mithilfe bedankt und der Vorsitzende des Kerbevereins hat eine nicht unerhebliche Spende als Dankeschön an den HLD übergeben. Die ausgesprochene Einladung zur Mülheimer Kerb konnten wir leider nicht annehmen da wir zu diesem Wochenende unser Sonnenwendfest und die Literaturlesung vom Kulturverein hatten.
Fazit:
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insgesamt war alles sehr positiv und angenehm.der Umzug war etwas Besonderes und hat vielfältige Eindrücke hinterlassen,die lange Wartezeit war nervig aber wir hatten größtenteils eine gute Stimmung,der Porsche von Bernd ist super gelaufen,die Leute aus Mühlheim waren sehr nett und die Zusammenarbeit machte Freude, alles verlief problemlos,Es war eine ungewöhnliche Aufgabe für den HLD,
Diedenbergen im Juni 2011
Anno Respondeck
26.02.2011
Baumschnittkurs bei dem HLD
Am Samstag den 26.02.2011 um 14:00Uhr lud der HLD das zweitmal zum Baumschnittkurs ein.Trotz des schlechten Wetter
kamen 45 Teilnehmer.Der HLD freute sich sehr darüber das dieser
Kurs bei der Bevölkerung rund um Diedenbergen so gut ankommt.
Bilder werden demnächst eingestellt.
04.12.2010
Diedenberger Treckerfreunde sammeln für „Tafel-Kinder“
„Wir sind total überrascht von der riesigen Resonanz auf unseren Aufruf, Spielsachen für Kinder, die von der ’Hattersheimer / Hofheimer Tafel‘ betreut werden, zu spenden. Drei große Planwagen füllen die Geschenke, die von der Bevölkerung aus Diedenbergen und den umliegenden Gemeinden gebracht wurden“, freut sich der Vorsitzende des Vereins „Historische Landmaschinen Diedenbergen (HLD), Anno Respondeck.
Kaum waren am Samstag die Traktorfreunde an den vereinbarten Treffpunkten, füllten sich auch die schon die Anhänger mit Brettspielen, Puppen, Teddybären, Rollerskates und Schlittschuhen. Auch warme Winterkleidung – vieles davon nur wenig getragen und fast neu – brachten die Erwachsene und Kinder zu den Sammelstellen.
„Besonders gefreut haben wir uns auch über die Initiative der Mitarbeiter des REWE-Marktes, die haltbare Lebensmittel zu einem Paket zusammenfassten, das zu einem Sonderpreis als Spende für die ‚Tafel‘ gekauft werden konnte“, stellt Norbert Müller fest, der zusammen mit dem Leiter der Hofheimer Tafel Fredy Lotz die Idee für die Aktion hatte. „Uns und auch vielen anderen war gar nicht bewusst, dass es in unserem direkten Umfeld so viele Menschen gibt, die nicht genügend Geld haben, um den täglichen Lebensunterhalt zu bestreiten. Besonders die Kinder leiden unter einer solchen Situation, weil sie auf Vieles verzichten müssen, über das ihre Altersgenossen ganz elbstverständlich verfügen“, stellen Respondek und Müller fest. Deshalb habe man auch gar nicht lange im Verein für die Aktion werben müssen. „Alle waren sofort begeistert und bereit mitzuhelfen“, erzählen die beiden mit hörbarem Stolz. Auch Fredy Lotz war von der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung mehr als überrascht. Für ihn ist das beeindruckende Ergebnis der Sammelaktion auch ein Mut machendes Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.
Die Weihnachtsspenden werden in den nächsten Tagen von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hofheimer Tafel gesichtet, und auf die Bedürfnisse der kleinen Empfänger zu festlichen Paketen gepackt. Dann schließlichwerden sie natürlich auch rechtzeitig verteilt – fröhliche Weihnachten für Kinder und Jugendliche, an denen das Christkind fast vorbeigegangen wäre.
Abschlussfahrt 17.10.2010
Am Sonntag den 17.10.2010 um 10:00 Uhr war es mal wieder soweit.Der HLD traf
sich bei nicht optimalem Wetter zur Abschlussfahrt.Trotzdem waren 12 Traktoren
am Start.Holger und Frank fuhren mit der Feldküche voraus und empfingen uns
mit heissem Apfelwein und einer leckeren Linsensuppe.Die Vereine von Niederseelbach
und Görsroth sind mit dem Auto angereist.Die Waldemser waren leider verhindert.
Nachdem wir uns alle gestärkt hatten fuhren wir wieder zurück auf´s HLD-Gelände
wo uns auch wieder Holger+Frank mit Kaffee und Kuchen erwarteten.Dort ließen wir
den Tag ausklingen.
HLD beim Kerbezug in Delkenheim 19.09.2010
"Einst und Jetzt" lautete das Moto des diesjährigen Kerbezuges in Delkenheim. Mit acht Traktoren war der HLD vertreten und gab damit einen sehr informativen und auch viel beachteten Einblick in die technische Entwicklung der Landmaschinen nach dem Krieg. Der Zug mit mehr als 25 Nummern bewegte sich entlang einer eindrucksvollen Kulisse von Zuschauern, die dem HLD und seinen Akteuren nicht nur Beifall, sondern auch reichlich Getränke spendeten. Mit dabei waren Uwe mit Liane, Werner, Anno, Frank, Norbert (der seine beiden Enkel dabei hatte), Ole und Roland. Siggi überließ Pfarrer Ichtvan das Steuer seines IHC und nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Zum Abschluss traf sich die Runde im Hof von Siggi, wo noch ein gemeinschaftliches Bierchen getrunken wurde.
Ländsches Musikanten
Oliver ( Ole ) Schütz
Liane + Uwe Elsässer
Norbert Müller
Anno Respondeck
Frank Dietrich
Roland Günther
Werner Prestinari
Siggi Schneider + Pfarrer Ichtvan
Getreideernte nach Altväter-Sitte in
Diedenbergen
Der „Fuffzehner Deutz“ tuckert angestrengt und das spinnenförmige Gerät, das er durch das gelbe Kornfeld zieht, rattert blechern. Ab und zu hört man ein deutlich wahrnehmbares „Klack“ – dann fliegt in hohem Bogen ein Büschel Korn zur Seite – Getreideernte beim Verein „Historische Landmaschinen Diedenbergen“. Ein ungewohnter Anblick – selbst der Fahrer des Linienbusses unterbricht seine Fahrt von Wallau nach Hofheim für einen Moment, um den Fahrgästen einen Blick auf die seltsam anmutende Szenerie zu erlauben.
Alljährlich vor der großen Ausstellung alter landwirtschaftlicher Geräte auf der Speedwaybahn in Hofheim-Diedenbergen, die in diesem Jahr zum achten Mal am Samstag, 31. Juli, und Sonntag, 1. August stattfindet, ziehen die Mitglieder des Vereins aus, um Korn zu ernten. Es wird benötigt, um während des Festes die alten Dreschmaschinen zu „füttern“ mit denen unsere Großväter arbeiteten. Angetrieben von schnaufenden Dampfmaschinen oder wuchtigen Traktoren, trennten die Dreschkästen Korn und Spreu von Weizen-, Gerste- und Haferähren. Ein mühevolles und schweißtreibendes Geschäft, aber allemal schneller und leichter als die Arbeit mit dem Dreschflegel.
Aus den 50er Jahren sind der Deutz-Traktor und der Bautz-Garbenbinder. Beide sind bestens in Schuss und liebevoll von den Vereinsmitgliedern gepflegt. Sie stammen aus einer Zeit, in der es noch keine der riesigen Mähdrescher gab, die in diesen Tagen bis spät in die Nacht unterwegs sind, und mit großer Geschwindigkeit die Getreidefelder abernten. Ein wenig gemütlicher mutet die Arbeit mit den Maschinen an, die mehr als fünf Jahrzehnte auf dem Buckel haben – aber der Eindruck täuscht. Es ist Schwerstarbeit – und dennoch waren Zugmaschine und Garben-Ernter ein gewaltiger Fortschritt für die Bauern, löste er doch pferdegetriebene Geräte oder sogar die Sense ab.
In diesem Jahr sind zwei Arbeitsschritte erforderlich, um die Garben auf den Dreschplatz zu bringen: Weil es am Morgen noch ein wenig geregnet hat, müssen die Halme erst noch trocknen. Deshalb werden die Getreidebüschel nicht sofort verladen, sondern auf dem Feld aufgestellt, damit Wind und Sonne ihr Werk tun können. Erst drei Tage später werden sie auf den alten Leiterwagen verladen und auf das Vereinsgelände gefahren. Gedroschen wird dann bei der Traktoren- und Landmaschinenschau am 30. Juni und 1. August – ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Die HLD beim Festzug in Wicker
29.05.2010
Der historische Verein Wicker feierte im April und Mai dieses Jahres das 1.100jährige Bestehen des Ortes. Im Rahmen des umfangreichen Festprogramms war auch ein Umzug der Vereine durch den Ort vorgesehen der am Samstag, den 29.05.2010 gegen 18.30 h geplant war. Da auch unser Mitglied Gerd Mehler an der Gestaltung dieses Festes umfangreich beteiligt war fanden 2 Vorbereitungsgespräche statt, bei denen die Beteiligung der HLD abgesprochen wurde. Um den Wünschen aus Wicker zu entsprechen fanden sich am 29.05.2010 um 15.00 h ca. 15 Mitglieder der HLD auf dem Vereinsgelände ein, um die Vorbereitungen zur Teilnahme am Umzug durchzuführen. Nach den Wünschen aus Wicker nahmen von der HLD teil:
· Gerd Mehler mit 10er Hatz und angehängtem Wechselpflug,
· Manfred Schneider mit 11er Hatz mit Anhänger und HLD Aufschrift,
· Uwe Elsässer mit 16er Normag mit Grasmäher,
· Anno Respondeck mit 30er Vereins-Deutz und Bautz-Mähbinder,
· Markus Respondeck mit 30er Güldner und Leiterwagen von Dieter Engel,
· Eckhard Mackeldey mit 18er MAN und Heumaschine (Schwadenrechen),
· Andre Seuberth mit 11er Bautz und Gabelwender,
· Frank Dietrich mit 15er Deutz,
· Oswin Reinemer mit 45er Hanomag und Anhänger,
· Jürgen Kilb mit Unimog,
· Sigi Schneider mit 26er IHC und Anhänger der HLD,
· und als Abschluss erstmals unser „neuer“ Mähdrescher Claas SF Baujahr 1956.
Da wir mit den angehängten Maschinen nur langsam fahren konnten wurde der Hinweg von Diedenbergen nach Weilbach über Feldwege gewählt. Von Weilbach nach Wicker ging es dann über die Landstraße, welches zu erheblichen Verkehrsproblemen führte. Besonders die Breite des Mähbinders von ca.3,0 m machte „zu schaffen“. Nach einer guten Stunde Fahrzeit kamen wir aber alle ohne Probleme am Aufstellungsort an.
Nach einer längeren Wartezeit ging es dann gegen 18.45 h los. Voran die Wickerer Vereine mit Musikbegleitung und anschließend der „Tross“ der HLD. Den Abschluss bildete der Mähdrescher. Leiterwagen, Mähbinder und insbesondere der Mähdrescher hatte in den Ortsstraßen / Gassen teilweise erhebliche Probleme mit den engen Kurven. Aber Dank der umsichtigen „Fahrkünste“ der Fahrer kamen alle HLDler ohne Unfall oder Beanstandung an der Goldbornhalle, dem Abschlussort des Umzuges, an. Durch die schwierige Fahrweise unserer Maschinen zog sich der Umzug leider recht stark auseinander aber die Zuschauer am Straßenrand haben uns überwiegend sehr interessiert zugesehen. Teilweise konnte man beobachten wie sich einige unterhielten „die Maschine oder den Traktor kenne ich auch“. So war es alles in allem eine erfolgreiche Präsentation historischer Landtechnik und der HLD. Star war natürlich der Mähdrescher der mit unüberhörbarer Geräuschkulisse und unübersehbarer Größe die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich lenkte.
Da die Maschinen noch vor Einbruch der Dunkelheit in Diedenbergen ankommen mussten und wegen einiger „Versorgungsprobleme“ in der Goldbornhalle wurde kurzfristig der Rückweg angetreten. Wir konnten von der Goldbornhalle ausschließlich über Feldwege zu unserem Heimatstandort fahren, wobei sich unser „Führungsfahrzeug“ ein wenig verfahren hat. So wurde kurzentschlossen Frank Dietrich als Scout vorausgeschickt um die Befahrbarkeit eines unbefestigten Feldweges zu prüfen. Nachdem keine Rückmeldung kam und Frank auch nicht zurück kam setzte sich der Tross wieder in Bewegung und erreichte über einen teilweise aufgeweichten und schlammigen Weg trotzdem den Betonweg nach Diedenbergen. Ohne weitere Vorkommnisse erreichten wir dann gegen 21.30 h wieder unser Vereinsgelände.
Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich die HLD hervorragend präsentiert hat und in Wicker sehr gut angekommen ist. Allen Beteiligten gebührt deshalb Lob und Anerkennung für die Vorbereitungen und die Teilnahme.
Diedenbergen den 04.06.2010
gez. Anno Respondeck
Ausfahrt 01.05.2010
1. Ausfahrt zur Saisoneröffnung
Nachdem der Verein Historische Landmaschinen Diedenbergen seine Aktivitäten im Jahr 2010 schon im Januar mit einem Baumschnittkurs eröffnet hat und die Vereinsmitglieder in den vergangenen Wochen tatkräftig am Abbau des historischen Sägewerkes in Oberseelbach „gewerkelt“ haben stand nun die traditionelle Ausfahrt zur Saisoneröffnung an. Trotz kühler Witterung und Nieselregen fanden sich am Samstag, den 1. Mai gegen 10.00 h am Vereinsgelände an der Speedwaybahn in Diedenbergen 16 Oldtimertraktoren und ca. 25 Vereinmitglieder zur 1. Ausfahrt der HLD im Jahr 2010 ein.
Der stellvertretende Vorsitzende Norbert Müller hatte eine Fahrstrecke zum Main ausgearbeitet. Über Marxheim und den Ortsrand von Hattersheim führte der Weg nach Okriftel, wo am Mainufer eine Pause eingelegt wurde. Hier konnten sich die Teilnehmer die Beine vertreten und mit einer Tasse Kaffee aufwärmen. Nicht alle Traktoren hatten ein Wetterschutzverdeck und so konnten die Fahrer „ohne“ die Launen der Natur live erleben. Die teilnehmenden Kinder nutzten die Fahrt mit der Fähre auf dem Main und erlebten so auch noch eine, wenn auch kurze, Bootsfahrt. Dann ging es weiter über Eddersheim nach Flörsheim von wo aus der Rückweg angetreten wurde. Über Wicker und Massenheim traf die Traktorkarawane dann gegen 14.00 h wieder auf dem Vereinsgelände in Diedenbergen ein.
Norbert Müller hatte die Strecke so ausgearbeitet, dass überwiegend landwirtschaftliche Weg und gering befahrene Ortsstraßen befahren wurden, um den Straßenverkehr durch die langsam fahrenden Traktoren nicht zu stark zu behindern. In den Orten wurde uns teilweise freundlich zugewunken und auch die Autofahrer zeigten Verständnis für unsere Oldies. Auch ortskundige Mitfahrer erlebten Wege, die sie noch nicht gekannte haben und alle waren begeistert über die wunderbaren Ausblicke auf die Mainebene und die Weinberge, diese sich bei 20 km/h hervorragend erleben ließen.
Auf dem Vereinsgelände hatten fleißige Helfern bereits ein Holzfeuer entzündet an dem sich die Mitfahrer dann ausgiebig wärmen konnten. Auch der Grill war schon angeheizt, so dass auch die Verpflegung nicht zu kurz kam. Nachdem auch das Wetter es besser meinte, der Regen hörte auf und die Sonne kam durch, verlebten die Teilnehmer noch einen schönen Ausklang dieser Veranstaltung.
Zum Abschluss bedankte sich der 1. Vorsitzende Anno Respondeck noch bei Norbert Müller für die perfekte Organisation der Ausfahrt und bei Frank Dietrich und seinen Helfern für die vorbereitenden Tätigkeiten auf dem Vereinsgelände.
Abschließend sei vermerkt, dass alle teilnehmenden Traktoren (teilweise 50 Jahre alt) wie die „Uhrwerke“ liefen und es zu keinerlei Pannen oder Ausfällen kam. Das spricht für die Pflege durch ihre Besitzer aber auch für Deutsche oder Schweizerische Qualitätsarbeit.